Todesstrafe in Brunei: Warum die freie Welt jetzt handeln muss.

Sultan Hassanal Bolkiah hat nicht nur die Todesstrafe in Brunei für Homosexuelle eingeführt. Er setzt auch in anderen Lebensbereichen das islamische Scharia-Recht rigoros um. Deshalb ist der Aufschrei des Westens berechtigt – er allein reicht aber nicht aus.

In einem offenen Brief hat sich das Sultanat zuletzt sogar noch verteidigt und argumentiert, es sei Toleranz für dessen neue Gesetze angesagt. Eine unsägliche Forderung: Wer Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder auch aus irgendeinem anderen Grund steinigen will, hat das Recht auf Toleranz anderer Staaten verwirkt.

Todesstrafe in Brunei für Homosexuelle muss echte Konsequenzen haben

Dass so viele Politiker und Prominente nun das Verhalten des Sultans kritisieren ist gut. Echte Konsequenzen daraus zu ziehen wäre aber besser. Der Hotel-Boykott, den George Clooney angezettelt hat, ist ein richtiger 1. Schritt gewesen. Aber es darf nicht der letzte gewesen sein. Die freien Länder sind nun gefragt, Brunei politisch unter Druck zu setzen.

Die Europäische Union berät bereits mögliche Sanktionen gegen das kleine Sultanat. Aufgrund der enormen Ölvorkommen in Brunei bleibt zu hoffen, dass diese nicht zu lasch ausfallen. Gerade im Hinblick auf den internationalen Handel müssen wir uns fragen, ob wir mit solchen Staaten überhaupt Handel treiben können und dürfen.

Gesprächsbereitschaft und harte Sanktionen kombinieren

Es ist absolut richtig, Gesprächsfäden nie ganz abreißen zu lassen. Auch dann nicht, wenn einem Land die Politik eines anderes zutiefst zuwider ist, wie es nun im Fall der Todesstrafe in Brunei der Fall ist. Solche Länder dann aber politisch zu schonen, weil die Aussichten auf das Öl derselben zu verlockend ist, darf nicht die Reaktion auf solche Verbrechen gegen die Menschenrechte sein. Wir sollten bereit sein, für einen Liter Benzin mehr zu bezahlen, wenn es bedeutet, dass so ein brutales und mittelalterliches Regime geschwächt wird.

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